Verivox Studie: Autoversicherer erhöhen erneut die Preise
manager-magazin.de: Die Anbieter von Kfz-Versicherungen waren unter Druck geraten, doch inzwischen geht es ihnen wieder besser. Leidtragende sind die Versicherten, die den Turnaround mit höheren Preisen finanziert haben.
Für die große Mehrheit der Autofahrer ist die Kfz-Versicherung erneut teurer geworden. Nach einer laut eigenen Angaben repräsentativen Umfrage des Portals Verivox sind die Beiträge 2025 im Schnitt der drei Versicherungsarten Haftpflicht sowie Voll- und Teilkasko für gut 60 Prozent der Kundinnen und Kunden teurer geworden.
Vollkasko-Kunden am stärksten getroffen
Besonders spürbar war die letztjährige Preiserhöhungsrunde demnach in der Vollkaskoversicherung, laut Verivox meldeten über 65 Prozent der Befragten Preiserhöhungen. In der Haftpflicht hingegen trafen Preiserhöhungen nur gut die Hälfte der Befragten. Die Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und bezahlt nur die Schäden, die ein Kunde bei einem Unfall oder sonstigem Missgeschick an fremden Autos anrichtet. Teil- und Vollkasko hingegen übernehmen auch Schäden am eigenen Wagen, klassische Fälle sind Hageldellen oder beschädigte Frontscheiben. Das Umfrageinstitut INNOFACT befragte im Januar im Verivox-Auftrag insgesamt 1026 Autobesitzerinnen und Autobesitzer.
Autoversicherer kommen aus der Verlustzone
Viele Kfz-Versicherer hatten bereits 2023 und 2024 die Preise stark erhöht, weil die Sparte ins Minus gerutscht war. Die gestiegenen Beiträge zeigen mittlerweile Wirkung: Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schrieben die Autoversicherer 2025 wieder schwarze Zahlen.
Die Unternehmen machen ihrerseits stetige Preiserhöhungen der Autohersteller für Ersatzteile und andere Kostensteigerungen verantwortlich. „Die Kfz-Versicherer beklagen die weiterhin steigenden Ersatzteil- und Reparaturkosten“, sagte Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich. „Dennoch haben die letzten Preiserhöhungsrunden die Budgets der Autoversicherer entlastet.“



