DKV Mobility Studie: E-Flotten im Aufwind, Kosten als Bremse

connect-professional.de: Eine aktuelle Studie von DKV Mobility zeigt, dass viele Unternehmen in Europa den Ausbau ihrer Elektroflotten planen. Gleichzeitig würden steigende Kosten, hohe Energiepreise und Defizite bei der Ladeinfrastruktur die Umsetzung erschweren und die Transformation verlangsamen.

Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in Europa nehme laut Herstellerangaben weiter Fahrt auf. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen plane, innerhalb der kommenden zwei Jahre den Anteil vollelektrischer Fahrzeuge zu erhöhen. Für die Studie führte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im November 2025 insgesamt 1.732 standardisierte Online-Interviews mit Fuhrparkverantwortlichen in acht europäischen Ländern durch.

Gleichzeitig bleibe der Transformationsprozess komplex. Unternehmen stünden vor der Herausforderung, wirtschaftliche, regulatorische und infrastrukturelle Anforderungen miteinander zu vereinen. Die Elektrifizierung werde daher als strategische Aufgabe im Flottenmanagement betrachtet.

Klassische Antriebe weiterhin dominierend

Trotz zunehmender Investitionen in Elektromobilität dominierten konventionelle Antriebe weiterhin die Unternehmensflotten. Diesel- und Benzinfahrzeuge stellten nach wie vor den Großteil der Flotten dar. Elektrifizierte Antriebe – insbesondere batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – würden jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Im europäischen Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede: Länder wie die Niederlande verfügten laut Studie bereits über einen überdurchschnittlich hohen Anteil vollelektrischer Fahrzeuge. In Mittel- und Osteuropa hingegen würden weiterhin verstärkt klassische Antriebe sowie hybride Übergangslösungen eingesetzt.

Deutschland im Mittelfeld mit Infrastruktur-Fokus

Deutschland positioniere sich im europäischen Vergleich im Mittelfeld, weise jedoch einen leicht erhöhten Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen auf. Auffällig sei laut Unternehmen insbesondere die vergleichsweise starke Verbreitung unternehmenseigener Ladeinfrastruktur.

Viele Organisationen investierten gezielt in Wallboxen und Ladelösungen am eigenen Standort, um die Betriebssicherheit elektrischer Flotten zu erhöhen. Die öffentliche Schnellladeinfrastruktur werde hingegen weiterhin als ausbaufähig bewertet.

Kosten und Energiepreise als zentrale Bremsfaktoren

Als wesentliche Herausforderung der Elektrifizierung würden vor allem wirtschaftliche Aspekte genannt. Unternehmen sähen sich mit steigenden Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sowie erhöhten Energiepreisen konfrontiert.

Zusätzlich würden begrenzte Reichweiten und eine unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur die Planungssicherheit beeinträchtigen. Diese Faktoren könnten laut Einschätzung der Befragten das Tempo der Transformation erheblich beeinflussen.

Investitionen in eigene Ladeinfrastruktur

Ein zentraler Trend sei der Ausbau unternehmenseigener Ladeinfrastruktur. Bereits heute verfügten rund 90 Prozent der Unternehmen mit Elektrofahrzeugen über entsprechende Lademöglichkeiten am eigenen Standort.

Eine deutliche Mehrheit plane zudem, diese Infrastruktur in den kommenden zwei Jahren weiter auszubauen. Ziel sei es, die Integration elektrischer Fahrzeuge in bestehende Betriebsprozesse zu erleichtern und die Abhängigkeit von externer Infrastruktur zu reduzieren.

Strategische Bedeutung für das Fuhrparkmanagement

Die Studie verdeutliche, dass drei Faktoren das Fuhrparkmanagement maßgeblich prägen:

  1. steigender Kostendruck,
  2. wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen
  3. und die zunehmende Elektrifizierung.

Insbesondere größere Unternehmen und Akteure im Transportsektor seien von diesen Entwicklungen betroffen. Gleichzeitig würden viele Organisationen ihre Flottenstrategie langfristig anpassen und den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge kontinuierlich erhöhen.

Perspektiven der Flottentransformation

Rund 56 Prozent der befragten Unternehmen beabsichtigten laut Anbieter, ihre Flotten verstärkt auf vollelektrische Fahrzeuge umzustellen. Ein Rückgang werde nur von einem kleinen Teil erwartet. Plug-in-Hybride blieben dabei eine relevante Übergangstechnologie, während klassische Verbrenner perspektivisch an Bedeutung verlieren dürften.

Entscheidend für den weiteren Fortschritt werde sein, ob sich Rahmenbedingungen wie Energiepreise, Investitionskosten und Ladeinfrastruktur parallel zur steigenden Nachfrage entwickeln.

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Comparis Handy Studie: Android-Nutzer sind zufriedener als Apple-Fans

msn.com: Die Schweiz ist iPhone-Land. Fast jede zweite Person nutzt inzwischen ein Handy aus Cupertino. Apple kommt auf einen Marktanteil von 49,3 Prozent – 2020 waren es noch 44,8 Prozent. Samsung liegt mit 37,2 Prozent deutlich dahinter. Das zeigt die neue Smartphonestudie des Vergleichsdienstes Comparis.

«In der kaufkräftigen Schweiz spielen die hohen iPhone-Preise und das Fehlen eines Einsteigermodells bei Apple eine weniger grosse Rolle als im umliegenden Ausland», sagt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick.

Überraschender Befund

Doch das Handy wird dennoch für viele zur Kostenfrage. Für ein neues Gerät planen Schweizer heute im Schnitt 574 Franken ein, 2020 lag dieser Wert mit 517 Franken noch deutlich tiefer. iPhone-Nutzer greifen besonders tief ins Portemonnaie: Sie budgetieren im Schnitt 708 Franken, Android-Nutzer nur 452 Franken. Und weil Smartphones immer teurer werden, behalten viele ihr Gerät länger. 65 Prozent der Befragten geben an, ihr Handy wegen der Preise länger zu nutzen als früher. Bereits 15,7 Prozent besitzen ihr Smartphone seit vier Jahren oder mehr – ein Höchstwert. «Dank besserer und längerer Versorgung mit Software-Updates können wir Handys heute länger nutzen als noch vor ein paar Jahren», so Frick.

Ein überraschender Befund: Wer mehr zahlt, ist nicht automatisch zufriedener mit dem Gerät. Android-Nutzer sind mit 42,8 Prozent häufiger rundum zufrieden als iPhone-Nutzer mit 34,1 Prozent. «Wer über 700 Franken für ein iPhone hinblättert, hat eine extrem hohe Erwartungshaltung. Kleinste Mängel wiegen dann subjektiv schwerer», erklärt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick. «Wenn ein günstigeres Android-Gerät gut funktioniert, ist die positive Überraschung und damit die Zufriedenheit oft grösser.»

Einen Punkt hat Apple aber für sich: Bei der Kameraqualität sind iPhone-Nutzer deutlich zufriedener. Nur 7,7 Prozent bemängeln die Kamera, bei Android sind es 12,6 Prozent. Grösstes Ärgernis aller bleibt die Akkulaufzeit: Jeder Vierte klagt darüber. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 2091 Personen durch das Marktforschungsinstitut INNOFACT.

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Verivox Studie: Glasfaser-Umstieg – günstige Tarife sind Hauptanreiz

boyens-medien.de: Preis schlägt Technik: Der Kostenpunkt ist wichtigstes Argument für – oder gegen – den Umstieg auf Glasfaser, verrät eine Umfrage. Dazu Tipps und ein Urteil, das alle Internetkunden kennen sollten.

Stärkster Anreiz für einen Technologiewechsel beim Internetanschluss sind vor allem die Kosten: Knapp zwei Drittel der DSL- und Kabelinternet-Kunden (65 Prozent) würden hierzulande vor allem dann auf Glasfaser umsteigen, wenn der Tarif günstig ist beziehungsweise ein gutes Angebot vorliegt. Das geht aus einer INNOFACT-Umfrage im Auftrag von Verivox hervor.

Gewichtige weitere Faktoren, die bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Wechselimpuls zu Glasfaser-Internet geben könnten, sind höhere Geschwindigkeiten sowie eine stabilere Verbindung (jeweils 52 Prozent).

Anbietervertrauen und Wertsteigerung nicht so wichtig

Nur für gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten wäre das Vertrauen in einen bekannten Anbieter entscheidend. Und auch die mögliche Wertsteigerung einer Immobilie durch einen Glasfaser-Anschluss wird als Wechselgrund nachrangig bewertet (16 Prozent).

Bei Menschen, die bereits Glasfaser nutzen, zeigt sich ein ähnliches Bild: In gut der Hälfte der Fälle (52 Prozent) war der Wechsel durch ein gutes Angebot oder eine gute Gelegenheit motiviert. Nur knapp ein Drittel (31 Prozent) wechselte nach eigenen Angaben primär wegen der generellen technischen Vorteile wie Verbindungsstabilität oder Geschwindigkeit zur Glasfaser.

Diese Tipps helfen beim Wechsel

Die Stiftung Warentest rät allen potenziellen Wechslerinnen und Wechslern Folgendes:

  • Sich nicht an der Haustür von Vertretern unter Druck setzen lassen, die behaupten, dass man in Kürze ohne Internet dasteht, wenn man nicht sofort einen Glasfaser-Vertrag abschließt: Vor 2035 sei kein endgültiges Aus des DSL-Kupfernetzes zu erwarten. Ohnehin werden bestehende Netze erst dann abge­schaltet, wenn Glasfaser nahezu flächen­deckend verfügbar und ein Wett­bewerb in den neuen Netzen gewähr­leistet ist.
  • Gratis-Anschluss zum Vertrag kann sinnvoll sein – auch jetzt schon: Eigentümer können davon profitieren, sich in einem Ausbaugebiet Glasfaser ins Haus oder in die Wohnung legen zu lassen. Denn wer beim ausbauenden Anbieter einen Zweijahres-Vertrag dazu bucht, bekomme den Anschluss in der Regel kostenlos. Ansonsten könnten dafür 500 bis 1.000 Euro fällig werden.
  • Vor allem und immer gilt: Bevor man irgendetwas unterschreibt, erst einmal in aller Ruhe verfügbare Tarife genau miteinander vergleichen – etwa im Internet bei Anbietern und über Vergleichsportale (Vertreter leben von der Provision, haben also wenig Interesse, den günstigsten Vertrag anzubieten.)
  • So schnell darf’s sein: Wer mit den Übertragungsraten seines bisherigen DSL-Anschlusses zufrieden ist, dürfte es auch mit einem Glasfaseranschluss mit maximal 300 Mbit/s sein. Das reicht fürs Streaming oder Homeoffice vollkommen aus. Aufstocken geht im Zweifel immer noch.
  • So teuer könnte es werden: 300 MBit/s sind bei den meisten Anbietern für rund 40 Euro im Monat zu haben, 150 MBit/s kosten etwa 30 Euro. 1.000 Mbit/s (1 GBit/s) schlagen meist mit mehr als 70 Euro im Monat zu Buche.
  • Wenn alle Stricke reißen: Im Zweifel das zweiwöchige Widerrufsrecht nutzen, das für alle Verträge gilt, die an der Haustür, im Internet und am Telefon geschlossen wurden.

BGH: Vertragslaufzeit beginnt mit dem Vertragsschluss

Dass die Vertragslaufzeit für einen Glasfaseranschluss schon mit dem Vertragsschluss beginnt und nicht erst ab der Bereitstellung des Anschlusses, hatte am 8. Januar der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az.: Az. III ZR 8/25). Der Vertragsschluss ist in der Regel der Zeitpunkt, zu dem man nach der Bestellung die Auftragsbestätigung erhält.

Wer bereits einen Vertrag abgeschlossen hat, sollte deshalb im Kundenportal des Anbieters oder auf seiner monatlichen Rechnung prüfen, welche Vertragslaufzeit-Daten dort angegeben sind. Die Mindestvertragslaufzeit für Telekommunikationsverträge darf 24 Monate grundsätzlich nicht überschreiten.

Falsche Laufzeit im Vertrag? – Dieser Musterbrief hilft

Sollte dort ein falsches Enddatum für die Laufzeit hinterlegt sein, sollten Kunden den Anbieter schriftlich zur Korrektur auffordern. Die Verbraucherzentralen haben dazu auf ihrer Webseite einen Musterbrief bereitgestellt.

Der BGH-Fall betraf zwar einen Glasfaservertrag, die rechtliche Aussage des Urteils ist aber nicht auf Glasfaser als Technik beschränkt, führt das Ratgeberportal Finanztip aus.

BGH-Urteil kann auch für DSL- und Kabel-Verträge relevant sein

Das Urteil kann also nicht nur für Glasfaserverträge, sondern grundsätzlich für bestehende Telekommunikationsverträge mit Geschäftsbedingungen (AGB), in denen Anbieter versuchen, die Laufzeit an den späteren Bereitstellungszeitpunkt zu knüpfen, relevant sein.

Viele Verbraucher können Finanztip zufolge deshalb auch DSL-, Kabel- oder sonstige Internetverträge früher kündigen als gedacht – und so unter Umständen «teure Endmonate» vermeiden, in denen Vertragsboni wie etwa Gutschriften oft nicht mehr gelten.

Anbieter könnten AGB nach BGH-Urteil geändert haben

Für nach dem BGH-Urteil neu abgeschlossene Internetverträge könnte das dann aber schon wieder nicht mehr gelten, erklärt Finanzitp – und zwar dann nicht, wenn der jeweilige Anbieter seine AGB geändert und dort sinngemäß Folgendes festgelegt hat: Die Mindestvertragslaufzeit beginnt mit Schaltung des Anschlusses. Dafür ist es möglich, vor dem Schaltungstermin jederzeit ohne Frist zu kündigen.

Weil man in so einem Fall dann aber ganz ohne Anschluss dasteht, gebe es bereits Abmahnungen von Verbraucherzentralen gegenüber Anbietern. Neue Gerichtsverfahren dürften folgen.

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Verivox Studie: Wie kommt die neue Transparenz der Schufa an?

lz.de: Verbraucherinnen und Verbraucher sollen bald leichter nachvollziehen können, wie die einflussreichen Berechnungen der Schufa zur Kreditwürdigkeit zustande kommen. Allerdings: Viele Menschen interessieren sich gar nicht dafür. Einer repräsentativen Verivox-Umfrage zufolge hat die Mehrheit in Deutschland (55,6 Prozent) den persönlichen sogenannten Schufa-Score noch nie abgerufen.

Zudem wissen die Wenigsten der 1.002 Erwachsenen, die das Meinungsforschungsinstitut INNOFACT im Februar 2026 befragt hat, wie die Schufa die Kreditwürdigkeit überhaupt ermittelt: Lediglich jeder Zehnte hat demnach eine überwiegend zutreffende Vorstellung davon.

«Für den Zugang zu Krediten und wichtigen Verträgen des alltäglichen Lebens sind die bei der Schufa gespeicherten Daten von großer Bedeutung», sagt der Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, Oliver Maier. «Trotzdem sind die meisten Menschen unzureichend oder gar nicht darüber im Bilde, wie die Auskunftei ihre Kreditwürdigkeit einschätzt und auf welcher Informationsgrundlage diese Einstufung erfolgt.»

Schufa öffnet «Blackbox»

Das soll sich nach dem Willen der Schufa ändern: Vom 17. März an können Verbraucherinnen und Verbraucher den neuen, vereinfachten Score kostenfrei einsehen. Voraussetzung ist, dass man sich einmalig registriert.

Das Versprechen der Auskunftei mit Sitz in Wiesbaden: Laien können dann ohne großen Aufwand nachrechnen, wie die Angaben zur Kreditwürdigkeit zustande komme. Für die zwölf Kriterien werden Punkte vergeben, in Summe 100 bis 999:

  • Alter der ältesten Kreditkarte
  • Alter der aktuellen Adresse
  • Anzahl von Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten
  • Kredit mit der längsten Restlaufzeit
  • Anzahl von Anfragen im Bereich Telekommunikation & (Online)-Handel in den vergangenen 12 Monaten
  • Alter des ältesten Bankvertrags
  • Immobilienkredit oder Bürgschaft
  • Aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten
  • Kreditstatus
  • Vorliegen einer Identitätsprüfung
  • Jüngster Rahmenkredit
  • Zahlungsstörungen

Berechnungen sollen nachvollziehbar sein

«Jedes Kriterium, das in den Score einfließt, erhält Punkte, die ganz einfach zusammengerechnet werden können und die Gewichtung im Score widerspiegeln», erläutert die Schufa. Je höher die Gesamtpunktzahl, umso besser die Bonität des Verbrauchers, also die Wahrscheinlichkeit, dass Rechnungen pünktlich bezahlt und Kredite zuverlässig getilgt werden.

Schlechtere Bewertung kann Kredite verteuern

Die Berechnungen von Auskunfteien wie Schufa, Creditreform oder Crif sind für Banken, Versandhändler, Mobilfunkanbieter und Energielieferanten ein wichtiger Maßstab. Sie wollen wissen, wie es um die Zahlungsmoral ihrer Kundschaft bestellt ist, bevor Verträge geschlossen und Waren übergeben werden.

Die Schufa verfügt nach eigenen Angaben über Informationen zu 68 Millionen Menschen in Deutschland, überwiegend seien «ausschließlich positive Informationen gespeichert».

Verbraucherschützer fordern seit langem mehr Transparenz von der Schufa. Immer wieder beschwerten sich Verbraucher über negative Bewertungen, die aus ihrer Sicht auf falschen oder zumindest strittigen Daten beruhten.

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UCB Mut-Barometer: 94 % der Deutschen finden Mut wichtig für Fortschritt, 63 % würden an klinischen Studien teilnehmen

fnp.de: Würden Sie an einer klinischen Studie teilnehmen, um die Medizin voranzubringen? 63 Prozent der Deutschen sagen: Ja! Das zeigt eine repräsentative Umfrage vom Marktforschungsinstitut INNOFACT im Auftrag des biopharmazeutischen Unternehmens UCB¹, für die bundesweit 1.055 Menschen befragt wurden. Die Ergebnisse offenbaren spannende Einblicke – nicht nur zum Thema Forschung, sondern auch darüber, wie mutig sich die Deutschen selbst einschätzen.

„Als forschendes biopharmazeutisches Unternehmen tragen wir eine besondere gesellschaftliche Verantwortung – und gehen dabei natürlich auch Risiken ein“, sagt Dr. Hanna Rabia Khan, General Managerin bei UCB. „Nur etwa 10 bis 15 Prozent der Wirkstoffkandidaten, die in die klinische Entwicklung gehen, werden später tatsächlich als Medikamente zugelassen.“ Der Weg von der Laboridee bis zum fertigen Präparat ist lang, kostspielig und ungewiss. „Umso erfreulicher ist es, dass fast 80 Prozent der Befragten diese Risikobereitschaft der Pharmaindustrie als mutig bewerten“, ergänzt Khan.

Doch nicht nur die Unternehmen brauchen Mut – auch die Teilnehmenden an klinischen Studien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur medizinischen Forschung. Ohne sie wären viele lebensrettende Therapien nie Realität geworden. Die gute Nachricht: Die Bereitschaft dazu ist in Deutschland überraschend hoch. Und sie ist gestiegen: um 18 Prozent im Vergleich zu 2024, wie eine vergleichbare Studie zeigt.²

Fast zwei Drittel würden mitmachen

63,1 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, selbst an einer klinischen Studie für neue Medikamente teilzunehmen. Besonders mutig zeigen sich jüngere Menschen: In der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen liegt die Zustimmung bei 66,5 Prozent, bei den 40- bis 59-Jährigen sogar bei 67,4 Prozent. Erst bei den über 60-Jährigen sinkt der Wert auf 53,7 Prozent – was immer noch mehr als die Hälfte bedeutet.

Interessant sind auch die Unterschiede nach Einkommen: Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen wächst die Bereitschaft zur Studienteilnahme. Während in Haushalten mit weniger als 2.500 Euro monatlich 57,7 Prozent mitmachen würden, sind es bei Haushalten mit über 3.500 Euro fast 70 Prozent. Menschen mit Kindern zeigen sich ebenfalls deutlich aufgeschlossener: 74,7 Prozent der Eltern würden teilnehmen – vielleicht auch, weil sie die Bedeutung medizinischer Innovationen besonders schätzen.

Mut als gesellschaftlicher Wert und Forderung

Die UCB-Umfrage zeigt auch: Mut genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. 94 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Mut wichtig ist, um neue Wege zu gehen. 93,8 Prozent sehen Mut als wichtig für den Fortschritt an, und 90,5 Prozent meinen, Deutschland sollte sich Herausforderungen mutiger entgegenstellen.

Doch wie mutig schätzen sich die Deutschen selbst ein? 58,1 Prozent finden sich selbst mutig. Besonders junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren bewerten sich als mutig (62,5 Prozent), während die über 60-Jährigen etwas zurückhaltender sind (57,7 Prozent).

Interessant: Menschen mit höherem Einkommen schätzen sich deutlich mutiger ein (65,2 Prozent bei Haushaltseinkommen über 4.500 Euro) als Menschen mit niedrigerem Einkommen (49,2 Prozent bei unter 2.500 Euro). Im Kontrast dazu steht allerdings die Meinung von 69,2 Prozent der Deutschen, dass sich Mut nicht nur privilegierte Menschen leisten können.

Mut im Arbeitskontext

Spannend ist auch der Blick in die Arbeitswelt: 58,8 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem Arbeitskontext unterstützt, mutige Entscheidungen zu treffen. Auch hier gibt es Unterschiede: Menschen mit höherem Einkommen erleben mehr Unterstützung (70,6 Prozent bei Haushaltseinkommen über 4.500 Euro) als Menschen mit niedrigerem Einkommen (45,9 Prozent bei unter 2.500 Euro). Und Menschen mit Kindern im Haushalt fühlen sich deutlich stärker ermutigt (73,5 Prozent) als Menschen ohne Kinder (54,3 Prozent). 76 Prozent der Deutschen stimmen zudem der Aussage zu, dass Mut belohnt wird.

„Für medizinische Innovation braucht es Mut“

90,9 Prozent der Befragten sind sich einig: Für medizinischen Fortschritt braucht es Mut. Die Studie zeigt, dass dieser Mut in Deutschland vorhanden ist – sowohl bei den Forschenden als auch bei den Menschen, die bereit sind, Teil dieser Forschung zu werden. UCB investierte 2025 24 Prozent³ des Umsatzes wieder in Forschung und Entwicklung von neuen Arzneimitteln. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Investitionsanteil in Forschung und Entwicklung bei Pharmaunternehmen liegt bei bis zu 17 Prozent.[4] Damit trägt das in Monheim ansässige Unternehmen dazu bei, innovative Behandlungsmöglichkeiten für Patient:innen mit schweren chronischen Erkrankungen zu entwickeln.

„Wir sind überzeugt, dass Mut der Schlüssel für Innovation ist. Unsere Umfrage zeigt, dass die Menschen in Deutschland diese Auffassung teilen. Darin liegt vielleicht auch ein Appell an alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, sich den aktuellen Herausforderungen mutiger entgegenzustellen“, fasst Dr. Hanna Rabia Khan zusammen.

Über die Umfrage

Für die repräsentative Umfrage hat das Marktforschungsinstitut INNOFACT im Auftrag von UCB im Dezember 2025 bundesweit 1.055 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren befragt. Die Befragung erfolgte online und ist bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region quotiert. Die Umfrage ist Teil einer groß angelegten, bundesweiten Mut-Kampagne mit der das biopharmazeutische Unternehmen UCB Haltung zeigen und zu mehr Mut aufrufen möchte.

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