Norisbank Studie: Viele sind wegen Inflation besorgt

handelsblatt.com: Die derzeit hohe Inflationsrate bereitet vielen Menschen scheinbar Kopfzerbrechen. Rund 63 Prozent der Befragten sorgen sich aufgrund der hohen Inflation um ihr Geld, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INNOFACT im Auftrag der Norisbank zeigt. Nach Anlagemöglichkeiten, um die Effekte einer hohen Teuerungsrate auszugleichen, suchen aber nur rund 22 Prozent.

Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich die Verbraucherpreise im November um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Eine Fünf vor dem Komma hatte die Behörde bei der Teuerungsrate zuletzt im Zuge des Wiedervereinigungsbooms im September 1992 mit damals 5,0 Prozent gemessen. Im Oktober des laufenden Jahres hatte die Rate noch bei 4,5 Prozent gelegen.

Befragte offener gegenüber Aktien

Ein weiterer Trend, den die Umfrage zeigt: Die Bundesbürger verlieren offenbar allmählich ihr Misstrauen gegenüber Aktien. Nur rund 12 Prozent der Befragten geben derzeit an, kein Vertrauen in Wertpapiere zu haben. 2018 lag dieser Wert noch bei 25 Prozent.

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland in jüngster Zeit gewachsen. Im Jahr 2020 wurden 12,35 Millionen Aktionäre gezählt – das war der höchste Stand seit fast 20 Jahren.

Für die bevölkerungsrepräsentative Studie wurden von INNOFACT insgesamt 1030 Personen zwischen 18 Jahren und 69 Jahren befragt. Die Online-Befragung im Auftrag der Norisbank wurde vom 25. bis 28. Oktober 2021 durchgeführt.

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