Wohngesundes Deutschland – eine Studie von BENZ24 und INNOFACT

01. Okt 2018

BENZ24 hat in Kooperation mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut INNOFACT eine Studie erstellt, welche die Baustoff-Kenntnisse, das Kaufverhalten und eine Bedenklichkeitseinschätzung der Befragten unter die Lupe nimmt. Über 1.200 Wohneigentümer zwischen 18 und 69 Jahren und 80 Experten vom Verband Deutscher Baubiologen repräsentieren ein breites Spektrum der Bevölkerung und stellen sich diversen
Fragen bezüglich verschiedener Baumaterialien im Hinblick auf Wohngesundheit.

Wunsch nach Wohngesundheit und Orientierung an Gütesiegeln
Bei der Auswertung der Ergebnisse fiel folgendes auf: Die Deutschen möchten gern wohngesund bauen und renovieren, wissen aber nicht wie. 80% achten beim Kauf auf Wohngesundheit und Umweltverträglichkeit, 63% verlassen sich dabei auf Gütesiegel. Diese Gütesiegel sind oft die einzige Orientierung für die Endverbraucher. Das Problem hierbei: Viele Gütesiegel kennzeichnen keine wohngesunden Baustoffe. Die Siegel werden häufig von den Herstellern selbst vergeben und zeigen meist nur eine umweltfreundliche Herstellungsweise oder Verwendung von Rohstoffen aus nachhaltigem Anbau. All dies korreliert nicht unbedingt mit Wohngesundheit.

Ökologisch wird mit Wohngesundheit verwechselt
Aus verschiedenen Ergebnissen lässt sich schließen, dass ökologisch oft mit wohngesund verwechselt wird. Dies wird besonders deutlich beim Punkt der Tapeten. Obwohl diese schimmeln können, was alles andere als gesund ist, werden diese von den Verbrauchern gern und oft verarbeitet und in ihrer Bedenklichkeit massiv unterschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Verbraucher aufgrund der ökologischen Bestandteile der meistenTapeten diese als wohngesund wahrnehmen. Ähnlich ist es beim Material Holz. Es kann sogar – wenn es im Vorfeld mit Holzschutzmitteln behandelt wurde – gesundheitsschädliche Emissionswerte aufweisen.

Verbraucher schätzen Laminat als bedenkenlos ein
Eine weitere signifikante Auffälligkeit findet sich beim Laminat. Trotz gefährlicher Ausdünstungen wie Formaldehyd und Verwendung einiger chemischer Zusätze bei der Herstellung, verlegen die Deutschen Laminat gern selbst und sind arglos ob der möglichen auftretenden Gesundheitsprobleme. Experten sehen das anders, sie erkennen die Gefahr, und warnen vor Laminat als Bodenbelag.

Ostdeutsche verarbeiten mehr selbst – Westdeutsche mehr Nachhaltigkeitsbewusstsein
Die Auswertung der Studie hat ergeben, dass im Osten Deutschlands mehr Menschen zu finden sind, die gerne selbst handwerken. Im Westen hingegen wird eher ein Handwerker beauftragt. Die Ostdeutschen achten eher auf den Preis, wobei wohngesunde Produkte nicht zwingend teurer sind.

Elektrosmog – kaum ein Verbraucher macht sich Gedanken
Die Experten- und Verbrauchermeinung liegt bei keiner anderen Frage so weit auseinander wie die nach dem Eletrosmog. Handy & Co., LTE und 5G….der Verbraucher macht sich eher Gedanken um ein noch schnelleres Internet, und um modernere Geräte, als um eine mögliche Gefahr, die von stetiger Elektrostrahlung ausgeht. Dabei zeigen zahlreiche Studien sehr deutlich, dass sich E-Strahlung negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

(Zur Studie von BENZ24)