Vortrag Christian Thunig: Ethik als Geschäftsmodell

04. Jun 2018

neue-verpackung.de: Wichtig ist es zwar festzuhalten, dass Umweltschutz beim Einzelnen anfängt. Aber dass Unternehmen sich diesem Thema auch aus geschäftlicher Sicht annehmen können und sollten, darüber handelte der Vortrag von Christian Thunig, Managing Partner bei INNOFACT.

Sein Ansatz lautet dabei aber nicht, wie man vermuten würde, ausschließlich auf das Thema Nachhaltigkeit zu setzen. Denn ob die Zahlungsbereitschaft der Kundschaft für umweltfreundliche Verpackungen wirklich gewachsen ist, wie es häufig kommuniziert wird, bezweifelt Thunig. Vielmehr könne die soziale Verantwortung für Mitarbeiter die Kaufentscheidung von Kunden beeinflussen. Er nennt das „Ethik als USP“.

Beispiele wie jüngst die VW-Krise haben gezeigt, dass es in der Gesellschaft Tipping-Points gibt; nämlich immer dann, wenn das Gefühl entsteht, dass Unternehmen „nach ihren eigenen Regeln spielen“. Die Wirtschaft habe sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr von der Ethik verabschiedet – wobei dies vor allem auf Großkonzerne zutreffe, weniger auf regional verwurzelte Mittelständler.

Da aber die nachfolgende Generation einen Sinn für nachhaltiges Handeln entwickelt habe, sei es für Unternehmen wichtig, diesem Trend zu folgen. Oder um Danone-Chef Emmanuel Faber zu zitieren: „Wenn ich in Nachhaltigkeit investiere, ist das keine Wohltätigkeit, sondern eine Business-Entscheidung. Nachhaltigkeit ist die Effizienz von morgen.“

Dabei spiele auch die Kommunikation eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn Unternehmen müssen Wege finden, den Konsumenten die Dinge zu zeigen, die sie tun. Beispielsweise über die Verpackung?

(Zur Meldung)