Territory Studie: Technologische Innovationen treiben das Marketing im Mittelstand

03. Dez 2018

markenartikel-magazin.de: Data-Management-Plattformen und Künstliche Intelligenz zur Ausspielung von eigenem Content und Werbung sind die beiden zentralen technologischen Treiber für den deutschen Mittelstand, ergab die repräsentative Umfrage „Digitalisierung im deutschen Mittelstand“ der Agentur Territory. Das Marktforschungsinstitut INNOFACT hatte dazu 300 Manager aus dem Mittelstand befragt.

Zwei von drei Führungskräften (67 Prozent) sind demnach der Meinung, dass Technologielösungen, die sämtliche Daten der Unternehmen zentral verwalten und auswerten, für ihr Unternehmen an Bedeutung gewinnen werden. Jeder Vierte davon (23,7 Prozent) geht sogar von einer stark steigenden Relevanz aus. Noch höhere Priorität bekommt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) zur Ausspielung von redaktionellen Inhalten und Werbung: Eine stärkere Relevanz fürs Unternehmen prognostizieren hier 70,7 Prozent der Top-Manager im Mittelstand. 38 Prozent davon sehen eine zunehmende und 32,7 Prozent sogar eine stark zunehmende Bedeutung

Die hohe Priorität von KI korrespondiert dabei unmittelbar mit dem künftigen Kommunikationsmix im Mittelstand: 69,3 Prozent aller Geschäftsführer und Marketingleiter sagen, dass Social Media an Bedeutung gewinnen wird, 53,7 Prozent prognostizieren dies für Content Marketing. Damit sind beide Disziplinen führend, was den zukünftigen Bedeutungszuwachs betrifft. Am anderen Ende der Skala rangieren Newsletter und klassische Werbung: 18 Prozent der Befragten sehen Newsletter künftig als weniger wichtig – bei der klassischen Werbung liegt der Wert sogar bei 37,7 Prozent.

Noch unentschlossen ist man in den Top-Etagen des Mittelstandes beim Thema Chatbots. Mehr als die Hälfte der Befragten (54,3 Prozent) glaubt an den Bedeutungsgewinn des textbasierten Dialogsystems. Jeder Fünfte (17,7 Prozent) spricht Chatbots sogar eine stark zunehmende Bedeutung zu. 45,7 Prozent sehen hingegen keine steigende Bedeutung.

Noch skeptischer sind die Manager bei den Zukunftsperspektiven der Blockchain-Technologie: 46,3 Pozent aller Geschäftsführer und Marketingleiter glauben nicht, dass die momentan viel diskutierte Technologie künftig eine steigende Bedeutung im Kundendialog haben wird. Obwohl Blockchain hierzulande noch gar nicht Fuß gefasst hat, prognostiziert bereits jeder Zwölfte schon eine abnehmende bzw. gar keine Bedeutung fürs Business. 13 Prozent haben von der Technologie nach eigenen Angaben sogar noch nie gehört.

Was die eigene Digitalkompetenz betrifft, gibt sich Deutschlands Mittelstand abteilungsübergreifend Bestnoten. Das betrifft vor allem die Ressorts Kommunikation und Marketing, die von ihren Geschäftsführern mit „gut“ bewertet wurden. Die Abteilungen Produktion und Personalwesen erhalten im Mittel eine 2-.

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