ProntoPro Studie: Niedrige Einkommensbezieher treffen Steuern am härtesten

07. Nov 2019

ots.at: Ein satte Mehrheit von 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ist der Meinung, dass man in Österreich zu viele Steuern zahlt. Immerhin knapp jeder Zehnte findet die Steuerlast nicht zu hoch. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von INNOFACT für das Dienstleistungsportal ProntoPro.at. Mit 10 Tipps und einem guten Steuerberater kann man sich wieder Geld vom Staat zurückholen.

Männer, die ältere Generation, Personen mit einem niedrigen Einkommen und Geschiedene empfinden die Steuerlast in Österreich als eindeutig zu hoch. Während 43 Prozent der Männer der Meinung sind, dass sie auf jeden Fall zu viel an Vater Staat abgeben, sind nur 32 Prozent der Frauen dieser Ansicht. 45 Prozent der über 50-Jährigen fühlt sich geschröpft und auch 48 Prozent der Befragten, die ein Haushaltsnetto-Einkommen von unter 1.500 Euro haben, stimmen dieser Aussage zu. Am höchsten ist der Prozentsatz jedoch bei den geschiedenen und verwitweten Personen, die sich zu 57 Prozent über die Zwangsabgaben beklagen.

  • Der Aussage in Österreich zahle man eindeutig zu viel oder eher zu viel Steuern stimmen 80 Prozent der Österreicher zu. Bei den kinderlosen Haushalten liegt der Anteil sogar bei 82 Prozent, Familien sehen das zu 74 Prozent so. Wenig überraschend sind nur 9 Prozent der Meinung, die Abgabenlast ist nicht zu hoch. Wer jedoch den Rat eines Steuerberaters einholt, kann damit Bares sparen beziehungsweise wieder zurück ins eigene Börserl holen. Auf ProntoPro.at findet man kompetente Steuerberater zwischen 50 und 200 Euro pro Stunde, der professionell berät, welcher der nachfolgenden 10 Tipps* auf jeden Fall die eigene Haushaltskassa wieder aufbessern kann.
  1. Niedrigverdiener können Negativsteuer geltend machen: Wer unter 12.600 Euro jährlich beziehungsweise 1.260 Euro monatlich verdient, bekommt einen Teil der Beiträge für die Sozialversicherung als Negativsteuer zurück.
  2. Absetzbetrag für Alleinerziehende und Alleinverdienende: Wer die Last der Kindererziehung alleine tragen muss, der bekommt Unterstützung von der öffentlichen Hand und kann abhängig von der Anzahl der Kinder einen Absetzbetrag beziehen. Das gilt auch für Alleinverdiener.
  3. Kinderbetreuungskosten: In der betreuungsintensiven Zeit bis das Kind 10 Jahre alt ist, können Kinderbetreuungskosten auf dem Steuerausgleichsformular angeführt werden.
  4. Unterhalt, Alimente: Wenn die Familie getrennt ist und ein Elternteil Unterhalt und/oder Alimente bezahlt, können auch diese angeführt werden und wirken steuermindern.
  5. Spenden und Kirchenbeiträge: Wer sich für andere einsetzt und spendet, kann das ebenfalls von der Steuer absetzen, ebenso wie Kirchenbeiträge.
  6. Pendlerpauschale: Abhängig von der Entfernung der Arbeitsstätte vom Wohnort können hier unterschiedliche Pauschalen in Anspruch genommen werden.
  7. Weiterbildung: Bei Aus- und Fortbildungskosten lassen sich Kursgebühren, Unterlagen, Prüfungsgebühren, aber auch die Fahrtkosten und anderes mehr mit der Steuer gegenrechnen.
  8. Computer: Anschaffungen wie Computer lassen sich über mehrere Jahre hinweg als Werbungskosten abschreiben.
  9. Betriebsumlage: Diese wird bei der Lohnverrechnung direkt vom Arbeitgeber einbehalten, wirkt sich aber steuermindernd aus und sollte deshalb bei der eigenen Steuererklärung berücksichtigt werden.
  10. Krankheit und Behinderung: Ausgaben aufgrund einer Erkrankung wie Medikamente, Spitalskosten oder Hilfsmittel sowie Diätverpflegung sind ebenfalls ein Grund, weniger Steuern zu zahlen.

Zahlt man in Österreich zu viele Steuern?

  • Ja, man muss auf jeden Fall zu viele Steuern zahlen: 38%
  • Ja, man muss schon zu viele Steuern zahlen: 42%
  • Weiß nicht / unentschlossen: 11%
  • Nein, man muss eher nicht zu viele Steuern zahlen: 7%
  • Nein, man muss auf keinen Fall zu viele Steuern zahlen:2%

Quelle: ProntoPro.at, INNOFACT, 2019

Über die Umfrage:

Die INNOFACT AG hat im Februar 2019 rund 500 Österreicher/innen zwischen 18 und 65 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

(Zur Meldung)