ProntoPro Studie: Muttertag – das Mindest-Gehalt für Mütter wäre 3.200 Euro

07. Mai 2019

ots.at: Knapp 70 Prozent der Österreicher sind der Meinung, Mütter sollten bezahlt werden, 12 Prozent sind dagegen.

Der Muttertag steht vor der Tür und damit dreht sich einmal im Jahr der Spieß um und die Kinder kümmern sich um Ihre Mütter, machen ihnen Frühstück und führen sie zum Essen aus. Quasi als Dankeschön für die restlichen 364 Tage, in denen Mütter Lebensberater und Tröster, Fels in der Brandung, Koch der Lieblingsspeisen, Privat-Chauffeur, Hausmädchen und Nachhilfelehrer sind. Das Dienstleistungsportal ProntoPro.at hat berechnet, wie viel Mütter eigentlich verdienen müssten, wenn sie für ihre ohnedies unbezahlbaren Tätigkeiten zumindest ansatzweise bezahlt würden: Das Mindestgehalt müsste demnach bei 3.200 Euro pro Monat liegen. Laut einer Umfrage von INNOFACT sind auch zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher der Meinung, dass Mütter für ihre Leistungen rund um das Kind entlohnt werden sollen.

Klares Votum für Gehalt

Die Österreicherinnen und Österreicher sind sich ausnahmsweise einmal einig: Satte 69 Prozent finden, dass Mütter ein Gehalt bekommen sollten. Die Männer stimmen der Aussage mit 70 Prozent sogar noch etwas stärker zu. Nur knappe 12 Prozent würden die mütterliche Fürsorge nicht mit barer Münze aufwiegen.

Bei der Berechnung des „Mindestgehalts“ für Mütter wurde von ProntoPro.at der durchschnittliche aktuelle Stundenlohn professioneller Dienstleister für alle laufenden Tätigkeiten der Mütter herangezogen. “ProntoPro.at ist ein Marktplatz, auf dem rund 2.500 Dienstleister in 500 Kategorien ihre Leistungen anbieten. Den Muttertag haben wir zum Anlass genommen, um ein reales Gehalt für Mütter zu errechnen. Damit möchten wir zeigen, wie wichtig die Rolle der Mütter ist. Wir möchten ihnen damit auch Danke sagen und einmal aufzeigen, wie groß ihre tägliche Leistung ist”, sagte Silvia Wang, Mitbegründerin von ProntoPro.at. Auch Väter sind eine wichtige Stütze im Alltag. Bei den Berechnungen geht ProntoPro.at in vielen Kategorien in etwa von einer halbe/halbe Teilung der Tätigkeiten aus.

Vom Privatkoch bis zum Nachhilfelehrer und Lebensberater

Die tägliche Betreuung von Kindern ist eine der anspruchsvollsten und verantwortungsvollsten Aufgaben. Mütter sorgen dafür, dass täglich eine warme Mahlzeit auf den Tisch kommt und bringen Ordnung in das familiäre Chaos. Ein Profi-Koch erhält rund 75 Euro pro Stunde, eine Reinigungskraft etwa 12 Euro pro Stunde. Wenn Mama für nur 5 Mahlzeiten in der Woche sorgt und sich dem Wohnungsputz widmet, kommen pro Monat rasch 1.600 Euro zusammen. Auch der Privat-Chauffeur ist unerlässlich, wenn Kinder in die Klavier- oder Turnstunde oder zu ihren Freunden geführt werden müssen: Wenn Mütter das nur einmal pro Woche übernehmen und Väter viermal, so addieren sich 140 Euro hinzu. Bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung auf die Englisch-Schularbeit sind Mamas oft als Nachhilfelehrer im Einsatz: Für eine Stunde Nachhilfe verdient ein Privatlehrer durchschnittlich 30 Euro. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des Kinder-Animateurs: Für eine Stunde Arbeit berappt der Profi-Kinder-Animator durchschnittlich 50 Euro. Gemeinsames Kuchen backen und laufende Ernährungsberatung gehören zum Standard-Repertoire des mütterlichen Alltags.

Und wie oft wird Mama zur Personal Shopperin? Der Einkaufsberater hat einen Tagessatz von 264 Euro: Das kommt locker zusammen, wenn man bedenkt, dass Mamas Rat nicht nur Schuhe und Kleidung, sondern auch Bücher, Schreibwaren, Sportartikel und Spielzeug und Geschenke für die nächste Geburtstagsfeier der Freunde umfasst.

Last but not least die Rolle des Lebensberaters: Eltern sind Life Coaches, 24 Stunden am Tag verfügbar und jederzeit bereit, dir beizubringen, wie du dein Leben, deine Zeit und deine Freundschaften managen kannst. Die Mutter ist der erste Berater, den wir in unserem Leben treffen – eine Person, die für uns immer ein offenes Ohr hat. Würde sie daraus einen Gewinn ziehen, könnte sie 8.810 Euro pro Monat verdienen. Das hat ProntoPro.at nicht eingerechnet. Diese Leistung ist tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.

Über die Umfrage:

Die INNOFACT AG hat im Februar 2019 rund 500 Österreicher/innen zwischen 18 und 65 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

(Zur Meldung)