DGQ Studie: Das verbinden die Deutschen mit Qualität

27. Feb 2019

qz-online.de: Eine DGQ-Umfrage zeigt: Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Produkten gehören für die Deutschen zu den wichtigsten Qualitätskriterien. Gleichzeitig vertrauen die Verbraucher nur bedingt auf Qualitätssiegel und -zertifizierungen. Seit 1989 erinnert der Weltqualitätstag an die Relevanz von (Produkt-)Qualität.

Qualität ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Daran soll der Weltqualitätstag erinnern. Wie schon in den Jahren zuvor hat die DGQ diesen Tag auch 2018 zum Anlass genommen, deutsche Verbraucher nach ihrem individuellen Verständnis von Qualität zu befragen.

Dabei zeigt sich, dass die Langlebigkeit von Produkten für die Mehrheit der Befragten (79 %) weiterhin ein ausschlaggebendes Qualitätskriterium ist. Im Vergleich zu 2017 ist ihre Bedeutung sogar um 19 Prozentpunkte gestiegen. Den gleichen Stellenwert nimmt die Zuverlässigkeit von Produkten ein (79 %). Die aktuelle Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT im Oktober 2018 durchgeführt wurde, Befragt wurden rund 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren.

Produktnutzen wichtiger als Markenname, Design, Siegel oder Herkunft

Neben einer langen und zuverlässigen Nutzbarkeit bestimmen für die Studienteilnehmer zudem Sicherheit (60 %) und Funktionalität (51 %) die Qualität eines Produkts. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist für rund 37 Prozent ein Indiz. Die Nachhaltigkeit beziehen 36 Prozent in ihre Qualitätsbewertung mit ein.

Weniger relevant sind für die deutschen Verbraucher Prüfsiegel und Zertifizierungen (32 %) sowie die Marke “Made in Germany” (29 %). Auch die weiteren Ergebnisse zeigen, dass der Produktnutzen die Bedeutung von äußerlichen Merkmalen als Qualitätsaspekt übersteigt: So ist für viele Befragte der Markenname eher unwichtig (20 %), und auch ein edles Design spielt kaum eine Rolle (12 %). Während die Bedeutung des persönlichen (Kunden-)Service mit 19 Prozent im Jahresvergleich um 7 Prozent zugenommen hat, bilden Zusatzfunktionen eines Produkts mit nur 4 Prozent das Schlusslicht der Qualitätskriterien.

Prüfsiegel und “Made in Germany” gelten nicht als Qualitätsgaranten

Die Zahlen verdeutlichen, dass Unternehmen bei deutschen Verbrauchern nicht allein mit Prüfsiegeln oder der Marke “Made in Germany” punkten können, wenn es um Qualität geht. Andere Studien zeigen regelmäßig, dass das deutsche Herkunftslabel im Ausland wesentlich positiver besetzt ist.

“Offensichtlich besteht an dieser Stelle eine Diskrepanz zwischen nationaler und internationaler Wahrnehmung von ‚Made in Germany‘”, erklärt Claudia Welker, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGQ. “Der für die deutsche Wirtschaft so wichtige Markenwert erhält sich nicht von selbst. Dafür ist eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft, Politik und Bildungseinrichtungen notwendig. Sie alle müssen an einem Strang ziehen, Impulse setzen und gemeinsame Initiativen anstoßen, um die Marke ‚Made in Germany‘ wieder mit Wert für die Verbraucher in Deutschland aufzuladen und international wettbewerbsfähig zu halten.”

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