Compera Studie: Österreich – Land der Wechsler. Nicht nur beim Handy, auch beim Energieanbieter

06. Nov 2018

ots.at: Die Haushaltsenergiepreise steigen wieder und drücken auf das ohnedies überlastete Wohnbudget. Obwohl bereits nahezu jeder Dritte den Strom- und Gasanbieter wechselt, zeigen sich die Österreicher beim Handyanbieter noch immer wechselwilliger als beim Energieanbieter. Und das, obwohl die Ersparnisse bei der Haushaltsenergie viel höher wären, wie eine aktuelle Umfrage von compera.at zeigt. Mit compera.at startet ab November ein neues, innovatives Energiepreisvergleichsportal in Österreich.

Noch täuschen die Altweibersommer-Temperaturen darüber hinweg, aber der Winter steht unerbittlich vor der Tür – und mit ihm die Heizsaison. Und zu allem Überdruss: Die Energiepreise ziehen ab diesem Herbst wieder an. Der Großhandelspreis bei Gas lag im Oktober um 41 Prozent über dem Vorjahreswert, der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) befindet sich auf dem höchsten Niveau seit Juni 2013.*). Im Osten Österreichs sind die Preise für Konsumenten bereits im Oktober gestiegen, zwischen zwei bis drei Prozent beim Gas und fünf bis sechs Prozent beim Strom**). Das Energiepreisvergleichsportal compera.at hat in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage (mehr als 500 Befragte, Durchführung INNOFACT AG) bei Österreichs Haushalten nachgefragt.

Bereits jeder Vierte wechselt Gasanbieter, 30 Prozent den Stromanbieter 

Die Österreicher geben rund 20 Euro pro Monat fürs mobile Telefonieren aus und nahezu alle Umfrageteilnehmer kennen ihren Monatstarif. Aber immerhin jeder Zehnte weiß nicht, was er für Strom und Gas monatlich berappen muss. Während Treue beim Handy ein Fremdwort ist, wird bei der Energie noch deutlich weniger oft gewechselt. Knapp jede/r Zweite gibt an, in den letzten drei Jahren den Telefon-Anbieter oder den Tarif gewechselt zu haben. Die Männer (50 Prozent) sind dabei „untreuer“ als die Frauen (43 Prozent). Im Mittel hat man sich so pro Nase rund 92 Euro pro Jahr erspart. 

Beim Thema Haushaltsenergie sind die Österreicher mittlerweile auch schon einigermaßen wechselfreudig. Den Gasanbieter hat laut eigenen Angaben in den letzten drei Jahren jeder Vierte gewechselt, rund 30 Prozent haben Bares gespart und einen neuen Stromanbieter gesucht. In Summe blieben jenen, die den Anbieter gewechselt haben, laut eigener Schätzung knapp 300 Euro pro Jahr mehr im Börserl. Rund 125 Euro geben die „Wechselwilligen“ an, bei den Stromkosten gespart zu haben. Beim Gas waren es im Schnitt sogar 167 Euro. Durchschnittlich bezahlen die Befragten rund 145 Euro für Strom und Gas pro Monat.

Aktuell 700 Euro Ersparnis für Wechselwillige möglich

Ein aktueller Vergleich des Energiepreisvergleichsportals compera.at ergibt, dass sich mit dem Wechsel des Strom- und Gasanbieters aktuell sogar noch weitaus mehr einsparen lässt. Eine vierköpfige Familie, die mit Gas heizt, kann derzeit rund 700 Euro pro Jahr für das Sparschwein abzweigen. Beim Vergleich der aktuellen Strom- und Gastarife auf compera.at zeigt sich nämlich, dass sich im ersten Jahr rund 270 Euro Ersparnis bei Strom und mehr als 430 Euro Ersparnis bei Gas erzielen lassen. Die höchsten Ersparnisse lassen sich dabei derzeit in Oberösterreich lukrieren (849 Euro), die geringsten in Tirol (510 Euro).

Diese hohen Einsparpotenziale kommen in erster Linie durch die hohen Neukundenboni zustande. „Es kommt nicht selten vor, dass Anbieter mehr als 80 Prozent der Strom- oder Gaskosten im ersten Jahr gutschreiben. Will man als Konsument dieses Sparpotenzial jedes Jahr heben, müsste man auch jedes Jahr den Anbieter wechseln, um wiederum von einem Neukundenbonus zu profitieren. Das ist grundsätzlich möglich, aber nicht für jedermann wünschenswert“, so compera.at-Geschäftsführer Marc Schuler.

„Wenigwechsler“: Tarife auf drei Jahre ausrechnen 

Für Verbraucher, die lieber langfristig den günstigsten Energietarif beziehen und nicht permanent wechseln wollen, bietet compera.at darüber hinaus einen einzigartigen Service. Über eine einfache Filterfunktion können sich Konsumenten die Tarife auch für 24 und 36 Monate berechnen lassen. Dabei empfiehlt compera.at andere Tarife als im Fall einer einjährigen Vertragslaufzeit. Das liegt daran, dass Tarife mit einem hohen Neukundenbonus oft einen vergleichsweise teuren Energiepreis haben. „Dieser macht sich dann auf der Rechnung im zweiten Jahr bemerkbar, wenn Kunden nicht rechtzeitig wechseln. Dagegen bieten Tarife mit einem geringen Neukundenbonus oft einen attraktiveren Energiepreis an. Auf drei Jahre betrachtet, lohnt es sich daher immer einen solchen Tarif zu beziehen“, so Schuler weiter. So lassen sich aktuell auf drei Jahre gerechnet je nach Bundesland zwischen 676 (Tirol) und 1.692 Euro (Kärnten) bei Strom und Gas einsparen***). Zusätzlich bietet der Energiepreisrechner die Möglichkeit, genau nachzuvollziehen, woher die Anbieter die Energie beziehen und wie hoch die Leitungs- sowie die Energiekosten sind.

Über die Umfrage:

Die INNOFACT AG hat im Oktober 2018 510 Österreicher/innen bevölkerungsrepräsentativ mittels Online-Interviews befragt.

(Zur Meldung)