Mittelstandsbarometer Rhein-Kreis Neuss: Befragung soll Ende Juni starten

rp-online.de: 500 Unternehmen werden per Zufallsstichprobe zu ihrer aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Auch Corona und der Krieg sollen bei den Fragen eine Rolle spielen.

Wie sieht die aktuelle und zukünftige Situation in den Unternehmen aus? Wie wird die Wirtschaftsförderung der Kommunen bewertet? Und wie wirkt sich der Krieg in der Ukraine auf die hiesige Wirtschaft aus? Der Rhein-Kreis Neuss möchte zum 15. Mal den Puls der mittelständischen Wirtschaft ermitteln, 500 Unternehmen – sowohl kleinere als auch größere im gesamten Rhein-Kreis – werden für das Mittelstandsbarometer stichprobenartig telefonisch kontaktiert und befragt.

„Die Ergebnisse der letzten Jahre geben gute und wichtige Erkenntnisse“, sagt Kreisdirektor Dirk Brügge über die Datenerhebung, die es so schon seit 2008 gibt. Ab der letzten Juniwoche bis hin in den August werden die Institute „Synergy 2“ und die „INNOFACT AG“ die Anrufe tätigen sowie die Daten auswerten, „womöglich müssen rund 15.000 Unternehmen angerufen werden, damit wir auch 500 finden, die sich zur Befragung bereiterklären“, so Chris Proios von der Creditreform Düsseldorf-Neuss. Das Ergebnis wird am 6. September der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben Themen, die alljährlich gesetzt und zum jährlichen Vergleich herangezogen werden – darunter fallen Unternehmenskennzahlen, die aktuelle sowie zukünftige Geschäftssituation und die Bewertung der Wirtschaftsförderung – gehören auch spezifische Fragen zum aktuellen Fragenkatalog. Darunter die noch immer präsente Corona-Pandemie. Stephan Meiser der Sparkasse Neuss sagt: „Die Pandemie ist nicht weg.“ Die Erhebung solle zeigen, wie stark die Unternehmen im Rhein-Kreis noch von der Pandemie betroffen sind.

Außerdem ist auch der Strukturwandel nach wie vor und auch zukünftig ein Thema, das vom Mittelstandsbarometer aufgegriffen wird. Dabei vorrangig: der Braunkohleausstieg. „Im letzten Jahr hatten wir 20 Betriebe mit direkter Betroffenheit“, so Gregor Werkle von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein über das Ergebnis des vergangenen Barometers. Er ergänzt: „Die Jahrhundertaufgabe wird mit dem Ende der Kohleverstromung auf viele Unternehmen zukommen.“

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