Lebensmittel Zeitung Studie: Legenden im Markencheck – Melitta gehört zu den Top-Benchmarks

xing.com: Wieder haben die „Lebensmittel Zeitung“ und INNOFACT eine Marke unter die Lupe genommen, diesmal „Melitta“. Da hat der „Melitta“-Mann möglicherweise ganze Arbeit geleistet: Für die Kaffeemarke war das Testimonial Egon Wellenbrink, das dem Unternehmen in Folge seine Bekanntheit verdankte und nicht etwa umgekehrt, zehn Jahre lang von 1989 bis ins Jahr 1999 aktiv.

Der Einsatz des eher unbekannten deutschen Schauspielers steigerte den Absatz um 30 Prozent, wie Medien im Nachhinein übereinstimmend berichteten. Die „Melitta“-TV-Spots schrieb übrigens damals der bekannte Schweizer Kabarettist Emil Steinberger.

Fazit: Die Marke hatte seinerzeit einiges gewagt, indem sie keinen großen Star engagierte – und investierte viel, in dem sie einen Starautoren verpflichtete. Aber das hat sich für das kollektive Markengedächtnis gelohnt. Ganze 97 Prozent der Befragten kennen die Marke, und knapp 70 Prozent der Deutschen kaufen das Produkt zumindest selten. Das ist das Ergebnis des „LZ“-Markenchecks, der regelmäßig von der „Lebensmittel Zeitung“ und den Marktforschern von Innofact durchgeführt wird. Insgesamt wurden hierzu 1.003 Menschen in Deutschland im März repräsentativ befragt.

Da verwundert es auch nicht, dass Kenner die Brand zu knapp 77 Prozent als Traditionsmarke einstufen – für 63 Prozent ist sie gleichzeitig sogar eine Kultmarke. Hier zehrt das Mindener Unternehmen sicherlich noch von einer Werbung, die man getrost als herausragend in der Werbegeschichte einstufen kann.

Und was sagen die Verwender? Für rund 70 Prozent der Käufer ist „Melitta“ eine sympathische Marke, und knapp über 60 Prozent vertrauen der Brand voll und ganz. Das verwundert bei dieser Geschichte eher nicht. Allerdings hat das Unternehmen auch in den letzten Jahren immer wieder kreative Wege gesucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Einige Jahre war das Unternehmen Sponsor bei der Castingshow „Voice of Germany“. Aktuell macht man kleine Interviewclips für Social Media mit Fußballern von Manchester United oder dem BVB, die ostentativ die schönen roten „Melitta“-Tassen in den Händen halten – oder einen Kaffee gebrüht bekommen.

Der Anspruch an wirksame Präsenz bleibt also und beschert der Marke gute Werte: „,Melitta‘ gehört im Vergleich zu den bisher untersuchten Marken im Check zu den Top-Performern, was Bekanntheit, Consideration, Kauf der Marke oder Heavy-User angeht“, konstatiert Christian Thunig, Managing Partner und Markenexperte bei Innofact. Funfact am Rande: Der „Melitta“-Mann Egon Wellenbrink war Musiker und Schauspieler, aber ist vor allen Dingen Vater des überaus erfolgreichen und bekannten Popsängers und Komponisten Nico Santos.

Zahlen zur Marke

„Melitta“

  • … ist bekannt 97,0 %
  • … ist im Relevant-Set (Consideration) 90,8 %
  • … Käufer (zumindest selten) 69,8 %

„Melitta“ im Bild der Kenner

  • … ist eine Traditionsmarke 76,6 %
  • … ist eine Kultmarke 63,0 %
  • … steht für besonders hochwertige Qualität 57,0 %

„Melitta“ im Bild der Käufer

  • … ist eine sympathische Marke 70,4 %
  • … ist eine führende Marke 70,3 %
  • … ist eine Marke, der ich voll und ganz vertraue 60,4 %

1.003 Befragte im März 2022 (Top-2-Boxen: trifft voll und ganz zu/ trifft eher zu)

(Zur Meldung)

 

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