Comparis Studie: Klimadebatte hat wieder höheren Stellenwert bei Konsum-Entscheidungen

finanzen.ch: Die Corona-Krise ist nicht mehr die grösste Sorge der Schweizer Bevölkerung. Neben Inflationssorgen gewinnt die Klimadebatte wieder an Bedeutung. Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Vergleichsportals Comparis.

Dabei gaben 82 Prozent der Befragten an, dass das Thema Klima ihre Konsum- und Finanzentscheidungen beeinflusse. Im Dezember 2019 lag der Wert noch bei 74 Prozent. Über ein Viertel der Befragten gab an, dass die Klimadebatte einen „sehr grossen“ Einfluss auf das Ausgaben- und Investitionsverhalten habe.

Gemäss der Umfrage wirkt das Thema bei Frauen stärker als bei Männern. 33 Prozent räumen der Klimadebatte einen grossen Einfluss auf Ausgaben und Investitionen ein, bei den Männern sind es nur 22 Prozent.

Unterschiede gibt es auch nach Alter. Bei den 18- bis 35-Jährigen gaben neun von zehn Befragten an, die Klimadebatte habe Einfluss auf Konsum- und Finanzentscheidungen. Bei älteren Teilnehmern liegt der Wert etwas tiefer, ist mit rund 80 Prozent aber immer noch hoch.

Aufgrund der Klimadebatte kaufen 39 Prozent der Umfrageteilnehmer häufiger regionale Produkte. Fast ein Drittel der Befragten kauft weniger Kleider und tierische Produkte. Als weitere Massnahmen reduzieren Konsumenten Autofahrten und verzichten auf Flugreisen und Kreuzfahrten.

Das Marktforschungsinstitut INNOFACT hat die Umfrage im März 2022 im Auftrag von Comparis durchgeführt. Dabei wurden 1043 Personen aus allen Regionen der Schweiz befragt.

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