Verivox Studie: Angebote von Zahlungsdiensteistern wie Paypal oder Klarna zur Ratenfinanzierung von Alltagsausgaben werden einer Umfrage zufolge immer beliebter. Zwei Drittel aller Kunden dieser Dienstleister nutzen derartige Angebote.

Angebote von Zahlungsdiensteistern wie Paypal oder Klarna zur Ratenfinanzierung von Alltagsausgaben werden einer Umfrage zufolge immer beliebter. Zwei Drittel aller Kunden dieser Dienstleister nutzen Angebote, die eine spätere Bezahlung von Anschaffungen und Leistungen ermöglichen, wie aus einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox hervorgeht, die AFP am Sonntag vorlag. Besonders junge Menschen greifen demnach darauf zurück.

Verivox spricht von BNPL-Angeboten: Buy now, pay later (Sofort kaufen, später bezahlen). Paypal und Klarna bieten dies systematisch bei Online-Einkäufen an. Der Vorschuss kommt dann im Unterschied zu klassischer Ratenfinanzierung oder einem Ratenkredit nicht vom verkaufenden Unternehmen oder einer Bank, sondern vom Zahlungsdienstleister.

Der Umfrage zufolge haben 63 Prozent der Befragten schon einmal eine Ratenfinanzierung in Anspruch genommen. Die BNPL-Angebote der Zahlungsdienstleister werden demnach vor allem für kleinere Einkaufsummen bis zu 500 Euro genutzt.

Deutlich öfter greifen 18- bis 39-Jährigen darauf zurück: Knapp ein Drittel von ihnen hat mindestens einmal eine Ratenfinanzierung bei einem der Online-Zahlungsdienstleister in Anspruch genommen. Bei den 40- bis 59-Jährigen fällt der Anteil auf 23 Prozent, bei den Befragten ab 60 Jahren auf 17 Prozent. Altersübergreifend hat laut Verivox knapp jeder Vierte schon BNPL-Angebote genutzt.

Verivox verweist auf eine Studie der Schufa, wonach in Deutschland immer mehr Klein- und Kleinstkredite abgeschlossen werden. „Wie die Daten aus der Verivox-Umfrage zeigen, begünstigt der BNPL-Boom diesen Trend“, erklärte das Vergleichsportal. „Aber auch kleine Ratenzahlungen erhöhen die laufenden Kosten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten darauf Acht geben, dass sie ihre finanziellen Möglichkeiten nicht überlasten“, erklärt Oliver Maier von Verivox.

An der laut Verivox repräsentativen Online-Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut INNOFACT nahmen Ende August 1008 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren teil.

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Gelbe Seiten Studie: Wie finde ich den richtigen Handwerker?

finanznachrichten.de: Wer baut mir eine Wärmepumpe ein? Wer repariert die Spülmaschine? Wer installiert mir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach? Und wer macht meinen Garten schick? Die Dienstleistungen von Handwerkern werden in Deutschland Tag für Tag tausendfach in Anspruch genommen. Doch wie findet man den richtigen Handwerker? Dieser Frage ist das Marktforschungsunternehmen INNOFACT im Auftrag von Gelbe Seiten nachgegangen. Das Ergebnis: Am wichtigsten bei der Suche nach Handwerkern sind Empfehlungen aus dem Kreis von Freunden und der Familie. 62 Prozent der Befragten sagten aus, dass sie Tipps aus dem direkten Umfeld bereits für die Suche nach einem Handwerker genutzt hätten.

Aber auch die eigenen Erfahrungen mit Elektrikern, Malern oder Dachdeckern sind weiterhin wichtig, 56 Prozent nannten die Tatsache, schon mal Kunde bei einem Handwerker gewesen zu sein, als Grund, wieder auf den gleichen Anbieter zurückzugreifen (Mehrfachnennungen waren möglich). Dahinter spielen Suchmaschinen (40 Prozent) wie auch Vermittlungsservices für Handwerker (21 Prozent) eine wichtige Rolle für die Kontaktaufnahme. Einen solchen Service bietet auch Gelbe Seiten an: Über die Plattform gelbeseiten.de können Verbraucher*innen in Sekundenschnelle nicht nur einfach und übersichtlich Anbieter für das Handwerksprojekt vergleichen, sondern auch unverbindlich nach Eingabe der wichtigsten Eckdaten ein konkretes Angebot für die gewünschte Leistung erhalten.

Vermittlungsservice für Handwerker: Gelbe Seiten am bekanntesten

Unter den Vermittlungsservices im Internet ist das Angebot von Gelbe Seiten am bekanntesten und wird am häufigsten von Verbraucher*innen genutzt. So gaben 64 Prozent der Befragten an, den Service Gelbe Seiten zu kennen, dahinter folgen in dem Ranking die Angebote von Check24 und MyHammer. Fast jeder dritte Befragte (29 Prozent) hat den Vermittlungsservice von Gelbe Seiten auch schon mindestens einmal für eigene Projekte genutzt, MyHammer und Check24 folgen auch hier hinter dem bekannten Branchenverzeichnis.

„Die Studie zeigt, dass Gelbe Seiten der ideale Ort ist, um den richtigen Handwerker und das beste und günstigste Angebot für das eigene Projekt zu finden“, sagt Dirk Schulte, Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft. Die Bekanntheitswerte des Branchenverzeichnisses zahlten dabei auch auf den Vermittlungsservice ein. „Unsere Kunden kennen und vertrauen uns seit vielen Jahren. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus, sondern entwickeln stets neue Angebote für Unternehmen und Verbraucher*innen. Der Vermittlungsservice ist ein Erfolgsprodukt, das von den Kund*innen täglich hundertfach genutzt und von den Handwerksbetrieben geschätzt wird“, so Schulte weiter.

Insgesamt befragte INNOFACT im Oktober 2023 mehr als 300 Männer und Frauen, die in vergangenen zwölf Monaten die Dienstleistung eines Handwerkers in Anspruch genommen haben, zur Bekanntheit und Nutzung von Online-Vermittlungsservices für Handwerker.

Vermittlung von Handwerker: Digitale Kontaktaufnahme wichtig

Dabei zeigte sich, dass sich in den vergangenen Jahren das Nutzungsverhalten der Verbraucher*innen stark von analogen in digitale Kanäle verlagert hat. Demnach sagten 22 Prozent der Teilnehmer*innen aus, die Möglichkeit, digital Kontakt zu Handwerkern aufzunehmen und über diesen Kanal auch Angebote zu erhalten, sei ihnen „sehr wichtig“, weitere 26 Prozent halten diesen Weg für „wichtig“, das sind insgesamt 48 Prozent. Lediglich elf Prozent der Befragten dagegen halten digitale Plattformen für die Kontaktaufnahme zu Handwerkern für unwichtig, die übrigen Befragten äußerten sich eher neutral.

Während Verbraucher*innen über Gelbe Seiten schnell den richtigen Handwerker finden, ist auch für die Betriebe eine Präsenz auf der Plattform lukrativ, um attraktive Aufträge zu bekommen: So geht aus der Studie hervor, dass fast ein Viertel (23,4 Prozent) aller über den Vermittlungsservice abgeschlossenen Aufträge ein Volumen von mindestens 1.000 Euro hatte. „Das zeigt, dass sich ein professioneller Auftritt bei Gelbe Seiten für Handwerker lohnt, weil Verbraucher*innen den direkten, digitalen Weg zum Dienstleister zu schätzen wissen“, so Dirk Schulte.

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Verivox Studie: Rund 60 Prozent der Deutschen unzufrieden mit Stand der Digitalisierung

web.de: Sechs von zehn Deutschen sind unzufrieden mit dem Stand der Digitalisierung hierzulande. In einer AFP am Samstag vorliegenden Umfrage für das Vergleichsportal Verivox vergaben 61 Prozent der Befragten Schulnoten zwischen vier (ausreichend) und sechs (ungenügend). Nur elf Prozent beurteilten den Digitalisierungsstand in Deutschland demnach mit den Noten gut oder sehr gut.

Wer den Stand der Digitalisierung mit der Note vier, fünf oder sechs bewertete, wurde nach den Gründen befragt. Gut drei Viertel der Befragten gaben an, zu viel Bürokratie sei verantwortlich für den Digitalisierungsstau, 70 Prozent sagten, frühere Regierungen hätten das Thema verschlafen, und 62 Prozent sind der Ansicht, dass sich die aktuelle Regierung nicht genug kümmere.

Am unzufriedensten mit dem Status quo sind laut der Umfrage für Verivox Menschen zwischen 50 und 69 Jahren. In dieser Altersgruppe betrachten zwei Drittel die deutsche Digitalisierung als ausreichend oder schlechter. So kritisch ist unter jungen Menschen laut Umfrage nur jede und jeder Zweite. Männer zeigten sich durchweg unzufriedener als Frauen.

Woran liegt es?

Stark gelitten hat der Umfrage zufolge das Vertrauen der Bevölkerung in die Digitalkompetenz der politischen Parteien: Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) traut keiner Partei zu, die Digitalisierung voranzubringen; noch vor zwei Jahren waren es nur 21 Prozent gewesen.

Am ehesten trauen es aktuell 19 Prozent der Befragten der CDU/CSU zu, den Digitalisierungsstau aufzulösen – an zweiter Stelle wird mit zwölf Prozent die AfD genannt. Vor zwei Jahren hatte die FDP mit 14 Prozent Zustimmung den besten Wert erreicht.

Vorrangige Ziele

Die Bundesregierung hat in ihrer Digitalstrategie sechs vorrangige Ziele formuliert, die bis 2025 erreicht werden sollen. Dazu gehört etwa die Digitalisierung von Behördendiensten, eine 50-Prozent-Quote bei Glasfaseranschlüssen oder die Verbesserung der digitalen Teilhabe älterer Menschen.

In der Umfrage für Verivox gab ein Drittel der Befragten an, bislang von keinem dieser Ziele persönlich profitiert zu haben. „Je älter die Menschen, desto weniger profitieren sie – in der ältesten Gruppe ab 70 Jahren spürt sogar jeder Zweite keine positiven Auswirkungen“, erklärte das Vergleichsportal.

Verivox ließ vom Meinungsforschungsinstitut INNOFACT im Oktober 2023 insgesamt 1024 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren online befragen. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Das Portal hatte im September 2021 schon einmal zum Digitalisierungsstand eine Umfrage in Auftrag gegeben.

Am Montag und Dienstag findet im thüringischen Jena der 16. Digitalgipfel der Bundesregierung statt. Mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen nach Angaben des Bundesdigitalministeriums zusammen, das Motto lautet „Digitale Transformation in der Zeitenwende. Nachhaltig. Resilient. Zukunftsorientiert“. Am Dienstag wird auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet.

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dti Studie: 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen müssen bleiben / Deutsche würden Gastronomiebesuche weiter reduzieren

verbaende.com: Mehr als die Hälfte aller Deutschen würde noch stärker als bisher auf Gastronomiebesuche verzichten, wenn die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie auf 19 Prozent erhöht würde, wie die Bundesregierung derzeit debattiert. Das zeigt die aktuelle repräsentative Verbraucher:innenbefragung „TK-Trendbarometer“, die das Marktforschungsinstitut INNOFACT im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti) durchgeführt hat.*

„Dieses Ergebnis macht deutlich, dass die Besteuerung von Speisen in Gastronomie und Hotellerie mit der von Lebensmitteln aus dem Supermarkt unbedingt gleichgestellt werden muss“, appelliert dti-Geschäftsführerin Sabine Eichner an die Ampel-Koalition. „Eine Steuererhöhung wäre gerade in der aktuellen Inflationsphase ein echter Preisschock, Gift für das Konsumklima – und würde sich sehr negativ auf die Arbeits- und Ausbildungsplatz- sowie die Bediengastronomie auswirken. Für den reduzierten Mehrwertsteuersatz gibt es gute Gründe! Die Bundesregierung darf die Gastronomie daher nicht in eine existenzielle Notlage bringen.“

dti-Verbraucher:innenbefragung zum Außer-Haus-Verzehr

Das dti hat im aktuellen TK-Trendbarometer Verbraucher:innen zu ihren aktuellen Gewohnheiten und persönlichen Einschätzungen beim Außer-Haus-Verzehr befragt. Ergebnis: Knapp die Hälfte der Befragten besuchte die Gastronomie in den letzten sechs Monaten seltener als davor. Die Hauptgründe dafür sind zu hohe Preise und generell die Absicht zu sparen.

Die Verbraucher:innen wurden auch gefragt, ob und wie sich ihr Konsum-Verhalten ändern würde, wenn es eine weitere Preiserhöhung in der Gastronomie durch eine Anhebung der Mehrwertsteuer von aktuell 7 auf 19 Prozent gäbe. Mehr als die Hälfte der Proband:innen würde in diesem Fall die Gastronomiebetriebe noch seltener besuchen als bisher. Das gaben insbesondere Frauen und Ältere zwischen 60 und 75 Jahren an.

Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung für Speisen in der Gastronomie

Die Bundesregierung diskutiert derzeit, ob der in der Corona-Pandemie ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen in der Gastronomie und Hotellerie zum 1. Januar 2024 wieder auf 19 Prozent erhöht wird.

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz hat der Gastronomie geholfen, die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Personal und Energie abzufedern, und so die Preise moderat zu halten. Eine Steuererhöhung müsste die Branche an die Gäste weitergeben. Dies würde unmittelbar zu erheblichen Preissprüngen in Restaurants, Kantinen und Mensen führen. Viele Menschen könnten sich das Essen außer Haus dann nicht mehr leisten. Die Folgen für die Gastronomie und die gesamte Wertschöpfungskette wären erheblich: Eingeschränkte Öffnungszeiten, weniger Auswahl auf den Speisekarten bis hin zu Schließungen von Restaurants, Kneipen und Cafés sind zu befürchten.

7 Prozent müssen bleiben für bezahlbare gesunde und hochwertige Gemeinschaftsverpflegung

Das dti unterstützt daher die Forderung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, den reduzierten Mehrwertsteuersatz beizubehalten. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants und in der Gemeinschaftsverpflegung ist in der EU außerdem die Regel. In fast allen EU-Staaten wird steuerlich kein Unterschied gemacht zwischen Essen aus dem Supermarkt, Lieferung von Essen, Essen im Gehen und Stehen sowie dem Essen im Restaurant.

„Das ist steuerlich gerecht und sollte auch weiterhin für das Essen in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland gelten“, sagt dti-Geschäftsführerin Eichner. „Gerade mit Blick auf die Ziele der Ernährungsstrategie der Bundesregierung ist wichtig, dass das Essen in Kita und Schule qualitativ hochwertig, gesund und finanzierbar bleibt. Denn hier erfahren die Kinder, was gute Ernährung bedeutet – unabhängig vom sozialen und finanziellen Background. 7 Prozent Mehrwertsteuer geben den Anbietern mehr Spielraum für den Einsatz gesunder und qualitativ hochwertiger Lebensmittel. Schulen und Kitas, Eltern und Kinder wie auch die Kita- und Schulverpfleger benötigen dringend diese Planungssicherheit.“

* Information zum Studiendesign: Mitte Oktober 2023 wurden 1.035 onlinebasierte Interviews geführt, im Rahmen der Onlinebefragung aus dem INNOFACT Consumer Panel.

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norisbank Studie: Deutschland entspart – die harte Realität der hohen Inflation norisbank Umfrage zeigt – Das Sparniveau der Deutschen sinkt 2023 deutlich

presseportal.de: Das turbulente Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu. Viele Deutsche ziehen bereits Bilanz – auch in Sachen Finanzen. In den Covid-19-Jahren 2020 und 2021 erreichten die Sparquoten in Deutschland Rekordhöhen. Doch wie hat sich die hohe Inflation auf das Sparverhalten 2023 ausgewirkt? Hamstern die Deutschen ihr Geld oder geben sie es rasch aus, bevor die Inflation die Kaufkraft noch mehr mindert? In ihrer jüngsten repräsentativen Umfrage ist die norisbank diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Wie stark die hohe Inflation 2023 den Umgang der Deutschen mit Geld beeinflusst hat, zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse: Die meisten Befragten (64,5 Prozent) haben 2023 ihre Gewohnheiten aufgrund der gestiegenen Preise angepasst. Ein finanzielles Polster aufzubauen ist vielen zwar besonders wichtig, doch für mehr als die Hälfte der Befragten derzeit unmöglich. Fast 15 Prozent nutzen Geldanlagen und Investments, um die Effekte der Inflation möglichst auszugleichen. Rund 14 Prozent der Deutschen bereitet die Inflation überhaupt keine Sorgen. Und nur die wenigsten (6,7 Prozent) packen es mutig an und denken: „Ich gebe mein Geld lieber gleich aus, bevor alles noch teurer wird.“

Die Inflation nimmt vielen den Spielraum zu sparen

Doch auch wenn Inflationssorgen die Menschen dazu treiben, finanziell vorsichtiger zu sein und Geld zur Seite zu legen – die Inflation bremst nicht nur die Konsumfreude, sie reduziert auch den Spielraum zum Sparen. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage der norisbank zeigt: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat 2023 weniger gespart als im Vorjahr – ein Trend, der sich auf hohem Niveau fortsetzt (2023: 52,3 Prozent, 2022: 52,9 Prozent, 2021: 39,5 Prozent, 2020: 36,2 Prozent). Überhaupt konnte nur noch ein Fünftel der Befragten 2023 mehr sparen als im Vorjahr – damit sank der Wert um mehr als 3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und sogar um rund 10 Prozentpunkte seit 2020 (2023: 20 Prozent, 2022: 23,5 Prozent, 2021: 29 Prozent, 2020: 29,8 Prozent). Ein kleiner Lichtblick: Der Anteil der Befragten, die 2023 genauso viel Geld zur Seite legen konnten wie im Vorjahr, stieg immerhin auf 27,4 Prozent (2022: 23,5 Prozent, 2021: 31,5 Prozent, 2020: 34,0 Prozent).

Sparen war 2023 für viele ein Luxus

Wer 2023 weniger gespart hat als im Vorjahr, tat dies aus gutem Grund. Mehr als die Hälfte von ihnen (53,7 Prozent) konnte sich das Sparen einfach nicht leisten, weil ihnen 2023 weniger Geld zur Verfügung stand. Für rund 40 Prozent der Befragten standen dringende Ausgaben an erster Stelle (zum Beispiel für Haus, Auto, Reparatur, Scheidung oder Krankheit). Und auch das Sparen in Form von Geldanlagen war 2023 für einige keine Option: Manche Befragte gaben trotz der stark gestiegenen Zinsen an, das Sparen auf Tages- oder Festgeldkonto lohne sich nicht (rund 11 Prozent) und andere haben kein Vertrauen in Aktien (rund 8 Prozent) oder kennen sich damit nicht aus (rund 8 Prozent).

Sparen vor allem aus Sorge um die Zukunft

Wer 2023 mehr gespart hat als im Vorjahr, tat dies vor allem aus Sorge um die Zukunft. So gaben 47 Prozent der Sparer an, dass ihnen ein finanzielles Polster das Gefühl von Sicherheit gibt (2022: 47,2 Prozent, 2021: 45,8 Prozent, 2020: 51,5 Prozent) – gerade in unsicheren Zeiten ein nachvollziehbarer Wunsch. Spitzenreiter ist hier die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen: Einer klaren Mehrheit von ihnen scheint das finanzielle Polster auf dem Konto in diesem Jahr noch wichtiger zu sein als letztes Jahr – dies zeigt der massive Zuwachs von fast 17 Prozentpunkten in so kurzer Zeit (2023: 57,1 Prozent, 2022: 40,4 Prozent).

Interessant: 43 Prozent der Befragten, die im Jahr 2023 sparen konnten, hatten sogar mehr Geld zur Verfügung als im Vorjahr und nutzten die Gelegenheit zur Geldanlage. Rund 27 Prozent von ihnen investierten an der Börse, 26 Prozent wählten ein Tages- oder Festgeldkonto, um von den gestiegenen Zinsen zu profitieren. Dabei sind die Sparziele bei diesen Befragten vielfältig: Auch wenn 26 Prozent eine größere Anschaffung wie Auto, Computer, Smartphone oder Küche planen, so hat fast jeder vierte Sparer (23,7 Prozent) dieses Jahr bewusst auf Konsum oder Reisen verzichtet, um nachhaltiger und umweltschonender zu leben. Darüber hinaus aktivierten viele ihre Sparbemühungen mit dem Ziel, ihr Haus beziehungsweise ihre Wohnung zu modernisieren oder energetisch zu sanieren (rund 18 Prozent). Und fast jeder vierte Sparer (19 Prozent) legte aus Sorge vor den Auswirkungen der Inflation, vor steigenden Energiekosten oder dem Verlust des Arbeitsplatzes Geld auf die hohe Kante.

Die Umfrage von 2023 zeigt also ein deutliches Bild: Die hohe Inflation, aber offensichtlich auch der Klimawandel und das aktuelle Weltgeschehen prägen das Denken sowie den Alltag der Deutschen und haben einen erheblichen Einfluss auf ihr Konsum- und Sparverhalten. Immer weniger Menschen schaffen es derzeit aber, überhaupt Geld zur Seite zu legen – und dies, obwohl ihnen ein finanzielles Polster und dadurch mehr Sicherheit wichtig sind. Dieser Trend könnte sich bei anhaltend hoher Inflation möglicherweise noch weiter verstärken.

Über die Umfrage

Die norisbank hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht 1.061 Personen ab 18 Jahren befragt. Die Online-Befragung wurde Anfang Oktober 2023 durchgeführt.

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