AutoScout24 Studie: Große Mehrheit für Rauchverbot im Auto, wenn Schwangere oder Kinder an Bord sind

presseportal.de: Die Bundesregierung will das Rauchen im Auto verbieten, wenn Schwangere oder Minderjährige mit im Fahrzeug sitzen. Dafür erhält sie jetzt breiten Zuspruch der Autofahrer*innen in Deutschland: Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von AutoScout24 sprechen sich mehr als zwei Drittel für das geplante Rauchverbot im Auto aus. Vor allem jüngere Fahrende und Befragte mit Kindern im eigenen Haushalt unterstützen die Pläne. Einigen geht das Verbot allerdings nicht weit genug: Sie fordern ein generelles Rauchverbot im Auto. Für die repräsentative Umfrage haben AutoScout24 und Innofact im Juli dieses Jahres 1.075 Autohalter*innen in Deutschland befragt.

Mit dem Rauchen im Auto könnte hierzulande bald Schluss sein, wenn Schwangere oder Minderjährige mit an Bord sind. So will es das Bundesgesundheitsministerium und so wollen es auch die hiesigen Autofahrer*innen: Insgesamt 69 Prozent sprechen sich laut AutoScout24-Umfrage für das geplante Verbot aus, nur 29 Prozent sind dagegen. Noch größer ist der Zuspruch bei Befragten mit Kindern im eigenen Haushalt: 75 Prozent sind für das Rauchverbot, wenn Schwangere oder Minderjährige unter den Beifahrenden sind. Während die Zustimmung zu den Plänen der Bundesregierung in allen Altersgruppen über der 65-Prozent-Marke liegt, ist sie bei Fahrenden unter 30 Jahren am höchsten: Drei Viertel (75 Prozent) in dieser Alterskohorte unterstützen das Gesetz.

Gesetzesvorschlag geht vielen nicht weit genug

Auch wenn sich das geplante Rauchverbot hoher Zustimmungswerte erfreut – vielen geht es in seiner aktuellen Form nicht weit genug. So spricht sich jede*r Vierte (25 Prozent) dafür aus, dass das Rauchverbot nicht nur bei minderjährigen oder schwangeren Beifahrer*innen gelten sollte. Rauchen im Auto sollte stattdessen immer dann untersagt sein, wenn nichtrauchende Personen mit an Bord sind. Und 28 Prozent der Befragten sind noch radikaler: Sie fordern ein generelles Rauchverbot im Auto.

Gegner des Gesetzes sehen Auto als privaten Raum

AutoScout24 wollte im Rahmen seiner Umfrage auch wissen, was die Gegner des geplanten Rauchverbots denken. Demnach sind 14 Prozent gegen das Verbot, weil sie das Auto als einen privaten Raum sehen, in dem jeder oder jede selbst entscheiden sollte, was er oder sie für richtig oder falsch hält. Aus der Sicht von 13 Prozent ist das Gesetz zudem schlicht unnötig – es rauche ohnehin kein vernünftiger Mensch, wenn Schwangere oder Kinder mit im Fahrzeug säßen. Auch die Frage, ob sich ein Rauchverbot im Auto überhaupt wirksam kontrollieren lasse, beschäftigt die Befragten. Laut AutoScout24-Umfrage glaubt jede*r Zehnte nicht daran und spricht sich deshalb gegen ein entsprechendes Gesetz aus.

Mit dem eigenen Zigarettenkonsum begründen hingegen nur wenige ihre ablehnende Haltung zum Rauchverbot: Lediglich zwei Prozent wollen sich nicht einschränken, weil sie selbst viel und gerne am Steuer rauchen. Die gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens zweifelt nur eine Minderheit an. So ist nur eine*r von hundert Befragten gegen das Gesetz, weil Passivrauchen angeblich weniger schlimm sei, als bisher angenommen.

Hintergrund: Rauchverbot im Auto keine neue Idee

Das Rauchen im Auto einzuschränken ist keine neue Idee in Deutschland. Schon im Oktober 2019 stimmte der Bundesrat auf Initiative der Länder Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein einem entsprechenden Gesetzesentwurf zu. Zwar wurde der Entwurf auch in den Bundestag eingebracht, ein Gesetz wurde auf dieser Grundlage aber nicht beschlossen. Andere europäische Länder verbieten das Rauchen im Auto aber bereits, wenn vulnerable Personen mit im Fahrzeug sitzen, unter anderem: Großbritannien, Frankreich, Italien, Griechenland, Zypern, Österreich, Luxemburg und Slowenien. Verstöße gegen das Rauchverbot werden zum Teil mit empfindlichen Strafen belegt.

Hinweis: Die gesamten Umfrageergebnisse finden Sie im Dokument im Anhang.

* Quelle: www.autoscout24.de / INNOFACT; Basis: repräsentative Stichprobe von insgesamt 1.075 Autohaltern und Autohalterinnen zwischen 18 und 65 Jahren; Befragungszeitraum: 18. bis 20. Juli 2023; Mehrfachnennungen teilweise möglich.

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