Das Portal hat im Juni mit Hilfe von INNOFACT 1001 Autohalter in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrer Einstellung zu den Regeln für öffentliches Übernachten in Wohnmobilen und –wagen befragt. Dabei stellt sich heraus, dass 26 Prozent der Umfrageteilnehmenden für eine uneingeschränkte Erlaubnis zum Abstellen des Fahrzeugs im öffentlichen Raum ist, inklusive der Möglichkeit, dort auch zu nächtigen. (Falls Sie es nicht wussten: Das ist nämlich in der Regel nicht erlaubt. Höchstens eine Nacht und wenn es im Rahmen einer Reparatur nicht anders geht.) 21 Prozent sprechen sich zwar dagegen aus, in solchen Situationen auch Tische und Stühle hinauszustellen, finden aber ebenso, dass es erlaubt sein müsste, länger in dem eigenen Fahrzeug zu übernachten. Damit, so das Fazit, sprächen sich 47 Prozent der Autohalter für liberalere Regeln beim Camping im öffentlichen Raum aus.
Und das lässt sich doch irgendwie verstehen, oder? Soll Camping nicht auch dieses Gefühl von Freiheit geben? Selbst bestimmen, wo man einschläft und aufwacht, unabhängig von den Zeiten am Hotelfrühstücksbuffet und mit der Möglichkeit, den Ausblick jederzeit spontan zu verändern.
Natürlich erscheinen der Parkplatz vom Discounter oder die Parkbucht im Wohngebiet da vielleicht nicht ganz so attraktiv – aber wenn es nun mal der Traumausblick für den Wohnmobilbesitzer ist? Dann soll er doch bitte auch seine Campingstühlchen hinausstellen und sich so recht im Urlaub fühlen dürfen. Ich würde mich über den Anblick amüsieren – und ganz bestimmt nicht neidisch werden.