Ein Diesel ist aktuell nur für jeden Siebten erste Wahl

24. Jul 2017

Wegen des Abgas-Skandals und möglichen Fahrverboten sinkt der Dieselanteil in Deutschland kontinuierlich. Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ist die Beliebtheit des Selbstzünders auf einen dramatisch niedrigen Wert gesunken.

Autos mit Dieselmotor sind angesichts des Abgas-Skandals und möglichen Fahrverboten bei Autohaltern aktuell nicht gerade populär: Nur für rund jeden Siebten (15 Prozent) wäre ein Fahrzeug mit Dieselmotor beim Autokauf derzeit erste Wahl. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts INNOFACT.

Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) will sich zunächst nach einem Auto mit Benzinmotor umsehen, wenn der nächste Autokauf ansteht. Beinahe jeder Dritte der Befragten (29 Prozent) will beim nächsten Autokauf auf ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb setzen. Dabei wiederum würde sich gut jeder Siebte für einen Hybriden (15 Prozent) und fast jeder Zehnte (9 Prozent) auf ein Elektroauto entscheiden.

Viele wollen ihren Diesel verkaufen

Aktuell fahren 70 Prozent der Menschen, die an der Befragung teilgenommen haben, hauptsächlich einen Benziner. Einen Diesel haben 27 Prozent. Fast jeder fünfte Dieselfahrer (18 Prozent) denkt aber darüber nach, seinen Selbstzünder zu verkaufen. Zwei von drei (67 Prozent) unter ihnen sorgen sich außerdem um den Abgas-Skandal und drohende Fahrverbote für Dieselautos in einigen deutschen Städten. Insgesamt gilt das für 60 Prozent der Autohalter.

Im Auftrag des Internetportals Autoscout24 wurden vom 11. bis 13. Juli insgesamt 1040 Autohalter zwischen 18 und 65 Jahren vom Marktforschungsinstituts INNOFACT befragt.

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